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Mit Sense4Baby überwacht Krankenhaus Nij Smellinghe werdende Mütter zu Hause

eHealth ist ein topaktuelles Thema und das Interesse an einem Home-Monitoring von Patienten nimmt ständig zu. Schon 2013 sammelte das Mutter-und-Kind-Team des Nij Smellinghe-Krankenhauses in Drachten (Niederlande) die ersten Erfahrungen mit der fernbetätigten Erstellung eines CTG-Diagramms eines ungeborenen Babys. Inzwischen machen jährlich schätzungsweise dreißig bis vierzig werdende Mütter täglich selbst zu Hause ein CTG-Diagramm, übermitteln die Ergebnisse an das Krankenhaus und besprechen sie dann telefonisch. „Damit wird die Versorgung der werdenden Mütter erheblich patientenfreundlicher“, erläutert Gynäkologin Christien Buis.

2013 entschied sich Nij Smellinghe als erstes Krankenhaus in der niederländischen Provinz Friesland für Sense4Baby, eine Lösung, mit der an jedem gewünschten Ort ein CTG-Diagramm gemacht werden kann, also beispielsweise auch bei den Patientinnen zu Hause. Edith Mulder, Krankenpflegerin in der Geburtshilfe, erinnert sich: „Damals besuchten wir als Geburtshilfe-Krankenschwestern die Frauen täglich mit einem CTG-Wehenschreiber und einem Laptop. Die Pflegekraft erstellte das CTG-Diagramm und schickte die Daten dann an das Krankenhaus, wo diese beurteilt wurden. So brauchten die Patientinnen dann nur noch bei einem abweichenden CTG-Befund selbst in das Krankenhaus zu kommen.“ Auf diese Weise konnte das Krankenhaus die Versorgung der werdenden Mütter erheblich patientenfreundlicher gestalten. „Wir bieten medizinische Versorgung im Krankenhaus, wenn es nicht anders geht, und zu Hause, wenn es irgend möglich ist. Schließlich ist es für die Patientin viel angenehmer, wenn sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und dort soweit wie möglich ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen kann.“

Self-Service-Lösung
2014 wurde das Team dann durch Christien Buis erweitert. Sie erzählt: „Ich war wirklich begeistert von der Idee des Home-Monitorings, wegen der vielen Vorteile, die wir unseren Patientinnen damit bieten konnten.“ Inzwischen war das Sense4Baby-Produkt soweit weiterentwickelt worden, dass werdende Mütter nach einer kurzen Einweisung selbst den Gurt um den Bauch anlegen und die Ergebnisse übermitteln konnten. „Darum haben wir dann genau untersucht, welche Patientinnen aus medizinischer Sicht für diese neue Form des Home-Monitorings in Frage kommen, wobei sie nicht mehr täglich physisch, sondern nur telefonisch mit uns Kontakt haben. Wir müssen natürlich die Sicherheit unserer Patientinnen gewährleisten können. So entscheiden wir uns beispielsweise gegen diese Lösung, wenn zweimal täglich ein CTG geschrieben werden muss oder wenn die werdende Mutter auch anderen Kontrollen unterzogen werden muss. Dann muss die Patientin eben doch stationär aufgenommen werden.“ Seitdem machen jedes Jahr ungefähr dreißig bis vierzig Patientinnen selbst zu Hause täglich ein CTG und kommen nur noch einmal wöchentlich in die Ambulanz. Die Ergebnisse werden über eine gesicherte Internet-Verbindung an das Krankenhaus übermittelt und sind direkt in der Chipsoft-HiX-Software des Krankenhauses sichtbar. „Für uns sehr angenehm, weil wir dann nur mit einem System zu arbeiten brauchen und keine zusätzliche App zur Anzeige der Home-Monitoring-Ergebnisse benötigen“, erklärt Dr. Buis.

Keine Sprachbarriere
Wenn Frauen zu Hause selbst den Gurt um den Bauch anlegen, ist es natürlich sehr wichtig, dass man ganz sicher gehen kann, dass sie das richtig tun. Mulder: „In Drachten befindet sich eine Asylbewerberunterkunft und darum betreuen wir auch regelmäßig Patientinnen aus nicht westlichen Ländern, die weder Niederländisch noch Englisch sprechen. Das Tolle an Sense4Baby ist, dass man ganz einfach vorführen kann, wie man den Gurt um den Bauch anlegt. Natürlich setzen wir Dolmetscher ein, um den Patientinnen zu erklären, wie es um ihr Baby steht, aber wir merken, dass die Erklärungen über die Verwendung des Produkts auch ohne Dolmetschereinsatz möglich sind, weil es so einsichtig ist.“ Mulder fügt hinzu: „Unsere Zielgruppe besteht natürlich aus jungen Frauen, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind. Oft können sie ganz problemlos mit digitalen Hilfsmitteln umgehen.” Hin und wieder wurde die Technologie zu Anfang schon mal zur Herausforderung, wie sie sich erinnert. „Dabei hat ICT Group uns wirklich fantastisch geholfen. Sie haben uns bei allen unseren Fragen hervorragend betreut. Dadurch lief die Implementierung damals wie am Schnürchen.“

Alles für das Patientenwohl
Nicht zuletzt durch die Probleme, die die Pandemie mit sich bringt, interessieren sich immer mehr Krankenhäuser für das Home-Monitoring. Für die Schwangerschafts- und Entbindungshilfe, die das Mutter-und-Kind-Team des Nij Smellinghe-Krankenhauses leistet, änderte sich beim Home-Monitoring eigentlich nichts, weil dieses Krankenhaus diese Dienstleistung schon seit sieben Jahren anbietet. Dazu erklärt Dr. Buis: „Wir tun dies für die Patientinnen. Wir haben erlebt, dass es für viele Frauen viel angenehmer ist, wenn sie in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause bleiben können. Und wir haben auch gemerkt, dass die Qualität der medizinischen Versorgung davon keinesfalls beeinträchtigt wird.“

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