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Das Rijnstate-Krankenhaus überwacht schwangere Frauen zu Hause mit Sense4Baby

Schwangere Frauen in der letzten Phase einer Hochrisikoschwangerschaft werden genauer überwacht, manchmal sogar mit einem täglichen CTG. Diese häufigen Fahrten ins Krankenhaus sind nicht nur sehr belastend für die Frauen, sondern stellen in Zeiten der COVID-Pandemie auch ein zusätzliches Risiko dar. Darum hat sich das spezialisierte Rijnstate-Krankenhaus für Sense4Baby entschieden, ein System zur
Teleüberwachung, mit dem Frauen zu Hause selbst ein CTG aufnehmen und die Daten an das Krankenhaus übermitteln können. Wie fühlen sich Patientinnen damit?

Über zweitausend Geburten finden im spezialisierten Rijnstate-Krankenhaus jedes Jahr statt. Die Teleüberwachung schwangerer Frauen mit einer medizinischen Indikation stand bereits auf der Wunschliste der Abteilung Schwangerschaftsbetreuung des Krankenhauses. Der Ausbruch von COVID-19 hat ihre Implementierung beschleunigt. Das Krankenhaus nutzte das Angebot von ICT Healthcare Technology Solutions (HTCS), einige Sense4Baby-Geräte zur Teleüberwachung auszuprobieren. Dieser Service ist nun permanenter Bestandteil der
Betreuung, die das Krankenhaus bietet.

Beobachtung live oder im Nachhinein
Normalerweise fahren Frauen mit Hochrisikoschwangerschaft ins Krankenhaus für ein CTG. Diese Betreuung kann nun sicher und effizient
angeboten werden, während die Schwangere in ihrer eigenen, vertrauten Umgebung bleiben kann. Sie nimmt zu vereinbarten Zeiten selbst ein CTG auf und schickt die Messwerte über die Sense4BabyApp, die auf dem der Ausrüstung beiliegenden Smartphone installiert ist, an das Krankenhaus. Es gibt zwei Optionen: Die Messdaten werden zu einer vereinbarten Zeit übermittelt und später von dem Gynäkologen oder einer Krankenhaushebamme angesehen. Oder das Krankenhaus kann das FernCTG live über die gestreamten Daten einsehen.

Stress durch tägliche Checks
Eine der Patientinnen, die sich für Teleüberwachung entschieden hat, ist Christina (36), die mit ihrem vierten Kind schwanger ist. Ihr zweites Kind – ein perfektes Mädchen – starb in Woche 36 in der Gebärmutter. Eine herzzerreißende Tragödie. Darum wurde Christina
während ihrer dritten Schwangerschaft sehr genau überwacht. Von der 35. Woche an fuhr sie jeden Tag zur ambulanten Klinik im RijnstateKrankenhaus, um ihren und den Herzschlag ihres Babys checken zu lassen. Einerseits war sie froh, dass sie so genau überwacht wurde. „Aber diese täglichen Fahrten ins Krankenhaus verursachten auch eine Menge Stress“, fügt sie hinzu. Dieser Stress ist nicht gut für das Baby. Christina schlief deswegen auch schlecht. Aus diesem Grund wurden die Wehen eingeleitet und ihr Sohn wurde in der 38. Woche geboren.

Praktisch, ruhig und vertraut
2020 erwartete Christina ihr viertes Kind. Das Rijnstate-Krankenhaus hatte gerade damit angefangen, Hochrisikoschwangeren eine
Überwachung zu Hause anzubieten. Christina bekam die Gelegenheit, von diesem Angebot Gebrauch zu machen. Eine fantastische Lösung,
meinte sie. „Toll, dass das möglich ist. Meine Nervosität nahm zu, als ich mich der 36. Woche näherte, genau wie in der letzten Schwangerschaft. Aber jetzt muss ich nicht mehr jeden Tag zum Krankenhaus fahren, sondern kann selbst ein CTG zu Hause aufnehmen, einfach auf dem Sofa oder in meinem eigenen Bett. Ich bin in Kontakt mit dem Krankenhaus, aber auch mit meinem Kind.“ Sie weiß schon, dass sie ein Mädchen erwartet. „Es geht ihr gut und wir können geduldig auf ihre Ankunft warten“, erklärt Christina gelassen. Sie ist zuversichtlich, dass diesmal alles gut gehen wird, weil das Schwangerschaftsbetreuungsteam im Rijnstate-Krankenhaus sie genau überwacht.
Jeden Tag befestigt Christina Toco und Umformer mit den elastischen Gurten an ihrem Bauch und schließt dann das System mit dem beiliegenden Smartphone an. Die Herzfrequenz von Mutter und Kind und – falls vorhanden – Wehen erscheinen auf dem Bildschirm. Sie kann auch Notizen hinzufügen, wenn sie Schmerzen hat, Bewegungen bemerkt oder ihr etwas anderes auffällt. Das Krankenhaus
prüft die Informationen auf Abstand. „Wenn die Herzfrequenz zu niedrig ist oder etwas anderes mit den Daten, die sie sehen, nicht stimmt, rufen sie mich sofort an“, sagt Christina. „Es ist so gut zu wissen, dass ich genau überwacht werde, aber trotzdem in meiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Es ist praktisch, ruhig und vertraut.“

Woraus besteht das Sense4Baby-Gerät?
Sense4Baby ist eine mobile Version eines CTGÜberwachungsgeräts. Das Produkt wird in einem handlichen Koffer geliefert, der einen Umformer, ein Tocodynamometer, ein Pulsoximeter, ein Smartphone, das die Messwerte anzeigt, und Zubehör wie Ladegeräte, Gel und elastische Gurte enthält. So können schwangere Frauen selbst ein CTG aufnehmen. Zusammen mit dem Koffer erhalten Frauen Instruktionen zur Erstellung eines CTG und können ein Instruktionsvideo zu Hause ansehen, wann es ihnen passt. Nach Befestigung
des elastischen Gurts können sie die Daten über das Smartphone an ein Portal in der Cloud schicken. Auf Wunsch können die Daten von der
Cloud an die elektronische Patientenakte (EPA) übermittelt werden. Sense4Baby ist so einfach in der Anwendung, dass es auch Frauen erklärt werden kann, die kein Deutsch sprechen.

Contact for this case

Marco van Elst

Business Development Manager

t +31 64 161 7263

e marco.van.elst@ict.eu